Fleisch-Rechner: Umweltauswirkungen des Fleischverbrauchs – #melastooltipps (3)

Ob es wirklich etwas bringt, Menschen durch Information dazu bringen zu wollen, ihr Verhalten zu ändern, ist fraglich. Vor dieser Herausforderung stehen Akteure aus dem Bereich der Ernährungswissenschaften und Ernährungskommunikation genauso wie jene, die ein Bewusstsein für die Umweltauswirkungen unseres Konsums schaffen möchten. Trotzdem sollten Kommunikatoren natürlich nicht aufhören, ihre Botschaften zu verbreiten. Wer jetzt eine verlässliche Info zu den Umweltauswirkungen des Fleischverzehrs in Zahlen braucht, kann diese mit dem Fleisch-Rechner von blitzrechner.de berechnen – für sich selbst oder als Fakt für einen Artikel.

Ganz oben beim Fleisch-Rechner-Formular kann man anklicken, ob man Fleischesser oder Vegetarier ist. Für die Fleischesser sind durchschnittliche Verzehrmengen für Geflügel, Rind und Schwein schon vorausgefüllt. Darunter gibt es einen Regler, mit dem der Benutzer seine Einschätzung zu folgendem Satz einstellen kann: „Ich könnte mir vorstellen, so viel Fleisch durch vegetarisches Essen zu ersetzen.“ Eingaben von 0 bis 100 % sind möglich. Standardmäßig ist der Regler auf 50 % eingestellt.

Ich lasse fürs Erste alles so, wie es ist und klicke auf „Berechnen“. Daraufhin klappt sich ein Feld auf, in dem mir aufgezeigt wird, wie viel Wasser aufgrund des angegebenen Fleischkonsums innerhalb von 10 Jahren verbraucht wird, wie viel Treibhausgase ausgestoßen werden und wie oft die Tiere eine Antibiotikagabe erhalten. In einer zweiten Spalte kann ich ablesen, welche Veränderungen sich durch die Halbierung des Fleischverzehrs ergäben.

Wer Vegetarier ist, kann auswählen, wie viele Jahre er schon fleischlos lebt und dann ablesen, wie viel er im Vergleich zu einem Fleischesser durchschnittlich an Wasser, CO2 und Antibiotikabehandlungen einspart.

Für die Standardwerte sind die Ergebnisse in folgender Infografik zusammengefasst:

Also, ob man es unbedingt braucht, für sich selbst die individuellen Werte auszurechnen, kann jeder selber schauen. Tatsache ist aber, dass die Spielerei Spaß macht und bestimmt bei dem einen oder anderen dazu führt, sich intensiver mit dem Thema auseinander zu setzen.

Für Kommunikatoren wie mich ist es praktisch, eine Quelle für Aussagen zum Fleischkonsum und dessen Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt zu haben, die ich per Knopfdruck abrufen kann. Natürlich könnte ich mich wie eh und je bei den zugrundeliegenden Quellen kundig machen und selber rechnen. Aber warum, wenn blitzrechner.de das für mich erledigen kann? Dass die Werte verlässlich sind, daran habe ich keinen Zweifel. Berechnungen und Quellen sind ausführlich beschrieben. Dazu gibt es weitergehende Infos zum Thema Fleisch und Umwelt.

Hier geht’s zum Fleisch-Rechner>>

Das Motto des blitzrechner-Teams lautet übrigens „Bilden – ohne zu belehren.“ Das ist doch ein guter Ansatz! Weiter heißt es unter „Über uns“ auf der Website:

Haben Sie schon einmal bedacht, dass für viele Alltagsrechnungen gewisse Hintergrundinfos nötig sind um überhaupt mit einer Rechnung beginnen zu können? Ohne konkrete Ausgangswerte kann eine Rechnung oft gar nicht begonnen werden. Wir wollen jedem die lästige Recherchearbeit abnehmen und machen in unseren Rechnern plausible Vorschläge für Standardwerte.
Über Melanie Kirk-Mechtel 240 Artikel
Diplom-Oecotrophologin mit Webaffinität, Fachjournalistin und PR-Redakteurin. Das Wörtchen "mela", das in Melanie steckt, heißt auf Italienisch übrigens "Apfel". Der grüne Apfel in meinem Header steht außerdem für meine beiden Kernthemen Ernährung & Nachhaltigkeit. Wenn Sie Unterstützung im Bereich Kommunikation benötigen, freue ich mich auf Ihre Nachricht!

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