Marktforschungsstudie zu unverpacktem Einkauf

In immer mehr deutschen Städten gibt es Unverpackt-Läden, aber der Einkauf von unverpackten Lebensmitteln, Kosmetikprodukten & Co. hat noch viel Potenzial. Das Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH GmbH hat im März eine repräsentative Umfrage zu diesem Thema durchgeführt. Dafür wurden 1.016 Bundesbürger im Alter von 18 bis 69 Jahren online zu ihrer Einstellung zum unverpackten Einkauf befragt. Die wichtigsten Ergebnisse sind in dieser Infografik zusammengefasst:

Infografik Unverpacktläden

Und hier ein paar Einzelheiten aus der Studie:

  • 71 Prozent der Befragten sind begeistert vom Konzept der Unverpackt-Läden. Dabei haben erst acht Prozent in einem solchen eingekauft.
  • Eine gute Voraussetzung: Drei Viertel der Deutschen stehen der Verwendung eigener Behältnisse während des Einkaufs offen gegenüber.
  • Die Beweggründe für einen Einkauf im Unverpackt-Laden:
    Über 70 Prozent der Befragten gaben jeweils an, dass sie es gut finden, beim Einkauf Verpackungen einzusparen und nannten das Thema Umweltschutz als wichtigsten Beweggrund. Für 27 Prozent ist es aber auch reizvoll, individuell einzukaufen. 17 Prozent der potenziellen Kunden geben außerdem als Argument an, dass sie durch den  Einkauf in einem Unverpackt-Laden keine Großkonzerne unterstützen würden.
  • Gründe für die Ablehnung von Unverpackt-Läden:
    58 Prozent der Befragten, die sich nicht vorstellen können, im Unverpackt-Laden einzukaufen, nennen als Hauptgrund die vermeintlich mangelnde Hygiene. 51 Prozent geben an, dass sie nicht in einem Unverpackt-Laden einkaufen würden, weil keiner in ihrer Nähe sei.
  • Das wird am liebsten unverpackt eingekauft:
    Obst, Gemüse und Nüsse sind die Favoriten beim unverpackten Einkauf. Kein Wunder, denn diese Lebensmittel können gut und sicher transportiert werden und werden auch von großen Supermarktketten bereits unverpackt angeboten. Das ist also schon gelernt. Bei Joghurt und Honig können es sich allerdings nur noch jeweils 22 Prozent vorstellen, die Lebensmittel erst im Laden einzupacken.

JoghurtbarBeim Stichwort „Joghurt“ kann ich endlich mal mein Foto von der BioFach posten: Dort gab es verschiedene Joghurtsorten zum Probieren und ich fand den Stand total schön. Zum Einkaufen wäre das natürlich nichts, zumindest nicht mit Selbstbedienung. Wer eine Salatbar kurz vor Ladenschluss oder die Nudelbar in der Schulmensa gesehen hat, weiß wovon ich rede 😉

Die Ergebnisse der Marktforschungsstudie zu Unverpackt-Läden gibt es hier als PDF zum kostenlosen Download>>

 

Quelle: SPLENDID RESEARCH GmbH

Über Melanie Kirk-Mechtel (212 Artikel)
Diplom-Oecotrophologin mit Webaffinität, Fachjournalistin und PR-Redakteurin. Das Wörtchen "mela", das in Melanie steckt, heißt auf Italienisch übrigens "Apfel". Der grüne Apfel in meinem Header steht außerdem für meine beiden Kernthemen Ernährung & Nachhaltigkeit. Wenn Sie Unterstützung im Bereich Kommunikation benötigen, freue ich mich auf Ihre Nachricht!

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