Ossobuco alla Mela

Rezept Ossobuco

Wer bei diesem Rezeptnamen jetzt mein ganz persönliches Geheimrezept erwartet, den muss ich vorneweg leider enttäuschen. Es lag nur so nahe „alla Mela“ statt „alla milanese“ zu schreiben, dass ich einfach nicht anders konnte. Tatsächlich handelt es sich hier um einen Klassiker der italienischen Küche, von dem es viele Variationen gibt. Das Grundprinzip des Schmorgerichtes ist aber immer ungefähr gleich. Wie ich es gemacht habe, möchte ich euch hier zeigen.

Fleischgerichte gibt es hier ja sehr selten, ganz einfach, weil wir kaum Fleisch essen. Aber vor ein paar Wochen durfte ich ein Fleischpaket von mylocalmeat.de ausprobieren, und da habe ich mit Absicht nicht nur Filetstücke bestellt, sondern auch unpopulärere Teilstücke wie Beinscheiben und Bäckchen vom Odenwälder Weiderind. Denn: 1. sind die bei toller Qualität nicht so teuer, 2. braucht man für Schmorgerichte nur Geduld, damit sie gelingen und 3. schmeckt das einfach phänomenal gut.

Beinscheiben vom RindWörtlich übersetzt heißt „osso buco“ übrigens „Knochen mit Loch“. Es handelt sich um Scheiben aus dem Bein des Rindes, darum befindet sich der Knochen in der Mitte. Das darin enthaltene Knochenmark gibt ein ganz besonderes Aroma.

Ich hatte „nur“ drei Packungen Osso Buco bestellt, weil die Beinscheiben jeweils 400 Gramm schwer waren. In den meisten Rezepten sind für vier bis sechs Personen vier Scheiben à 250 bis 300 Gramm angegeben.

 

Zutaten:

4 Beinscheiben vom Rind/Kalb
Fett zum Braten
4 dicke Möhren
1 Stück Knollensellerie (ich nehme immer ungefähr dieselbe Menge wie Möhren)
2 große Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 kleine Dose Tomatenmark
1 EL Mehl
250 ml trockener Weißwein
300 ml Gemüsebrühe
1 Dose gehackte Domaten
Salz, Pfeffer
glatte Petersilie

So geht’s:

Zwiebeln schälen, vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und hacken. Möhren schälen, längs vierteln und in ca. 1 cm dicke Stücke schneiden. Sellerie erst in Scheiben und dann in etwa gleich große Stücke schneiden.

Backofen auf 180 °C vorheizen.

Fett (ich nehme hier ganz ausnahmsweise mal Butterschmalz, damit nichts verbrennt) in einem weiten Schmortopf oder im Bräter erhitzen. Beinscheiben salzen und peffern und auf beiden Seiten scharf anbraten. Fleisch dann wieder herausnehmen und kurz zur Seite stellen.

Nun Zwiebeln, Knoblauch, Möhren und Sellerie im Bratfett anrösten, evtl. noch ein wenig Olivenöl dazugeben. Tomatenmark zufügen und kurz mitrösten.

Gemüse mit Mehl bestäuben und gut umrühren. Dann mit dem Weißwein ablöschen und kurz köcheln lassen. Jetzt kommen Gemüsebrühe und die Dosentomaten dazu.

Mit Salz und Pfeffer würzen, Fleisch hineinlegen und mit Deckel etwa zwei Stunden im Ofen garen, bis sich das Fleisch ganz leicht vom Knochen löst. Zubereitung Ossobuco

In der Zwischenzeit müsst ihr eigentlich nur noch die Petersilie waschen, trocken schütteln und hacken. Die kommt dann am Schluss über das Schmorgericht. Oder ihr mischt die Petersilie mit Knoblauch und Zitronenabrieb und stellt so eine leckere Gremolata her.

Entweder räumt ihr jetzt die Küche auf und schneidet nur ein bisschen Ciabatta als Beilage auf. Super dazu passen auch ein einfaches Risotto oder Polenta. Ich habe tatsächlich beides gemacht, weil wir Gäste hatten und ich Lust dazu hatte. Fotos davon gibt es leider nicht, genausowenig wie das Essen auf den Tellern. Denn wenn Freunde da sind, muss ich nicht unbedingt mit dem Fotoapparat um den Tisch herumspringen ;-).

Probiert’s doch mal aus! Zu kaltem Regenwetter sind Schmorgerichte genau das Richtige!

 


Ein kleiner Hinweis noch zur Nennung und Verlinkung von mylocalmeat.de: Nach meinem ersten Blogpost waren die Kooperationsbedingungen (Fleischpaket gegen Berichterstattung) erfüllt. Ich nenne das Unternehmen hier aber freiwillig noch einmal sehr gerne, weil das Fleisch richtig lecker war, verantwortungsvoll erzeugt wird – und ich es nunmal von dort bekommen hatte. Ob bezahlt oder nicht, das ändert in keinster Weise meine persönliche Meinung. Aber ich möchte gerne aus meiner eigenen Erfahrung berichten und auch Produkte empfehlen, genauso wie ich das Nachbarn, Freunden und Bekannten gegenüber tue…

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