Essbares Stadthausplateau Bonn

Auf dem Plateau vor dem Bonner Stadthaus wachsen seit dem Sommer Erbsen, Bohnen, Kapuzinerkresse und andere bunte und essbare Pflanzen. Unter dem Motto „Das Stadthausplateau soll schöner werden“ haben MitarbeiterInnen der Stadt Bonn und Bonner BürgerInnen fleißig gejätet und gepflanzt.

Wie kam es dazu?

Anna Guth von der Leitstelle Klimaschutz der Stadtverwaltung Bonn und Studentin Julia Schulze haben sich im Mai 2015 beim Auftakttreffen zum Thema „Essbare Stadt“ der Transition Town Initative Bonn-im-Wandel in der Ermekeilkaserne kennen gelernt. Gemeinsam sind sie mit der Vision gestartet, die unansehnlichen Pflanzkübel auf dem schmucklosen Platz vor dem Stadthaus zu verschönern. In den zwei folgenden Monaten konnten die beiden Initiatorinnen einige MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung für das Projekt gewinnen, und nach dem Okay durch die Stadt wurden sofort Pläne geschmiedet, wie das Ganze aussehen könnte. Dem Aufruf auf Facebook, sich an der Verschönerungsaktion zu beteiligen, folgte eine gute Hand voll InteressentInnen, die sich zum kurzfristig anberaumten Planungstreffen im Stadthaus einfanden. Dort ging es direkt in medias res: In demokratischer Abstimmung wurde festgelegt, wie die zwei ersten Kübel bepflanzt werden sollen und abgefragt, wer was an Material und Pflanzen beisteuern könne.

Was wurde gemacht?

Zehn Tage später ging es dann los: Bei bestem Wetter wurden die zwei Kübel bepflanzt, die zuvor komplett entleert und mit frischer Erde gefüllt worden waren. Neben Erbsen, Bohnen, Kapuzinerkresse, Melisse und verschiedenen (Wild-)Blumen wurde auch ein Baumspinat „Magentaspreen“ gesetzt, der purpurfarbene, essbare Blätter liefert und bis zu zwei Meter hoch werden kann. Weitere Kübel wurden von Unkraut und Müll gesäubert. Zwei davon bepflanzten die Stadthausplateau-Gärtner – da Pflanzgut und Motivation reichlich vorhanden waren – sogar spontan noch zusätzlich. Außerdem wurden drei Bänke abgeschliffen und jedes Kübelbeet erhielt noch einen Blumentopf, in dem Zigarettenkippen entsorgt werden können.

Wie geht es weiter?

In der Zwischenzeit sind viele neue Pflanzen hinzu gekommen und alles gedeiht prächtig. Nicht zuletzt dank der fleißigen Pflanzpaten, die täglich mit ihren Gießkannen auf dem Stadthausplateau unterwegs sind und ab und zu auch etwas Kaffeesatz in den Beeten verteilen. Geplant sind noch eine Verschönerungsaktion für die Pflanzkübel selbst sowie eine Infoveranstaltung am Ort des Geschehens. Infos dazu gibt es dann natürlich hier.

Einen kurzen Artikel und viele Fotos vom Aktionstag auf dem Stadthausplateau gibt es hier>>

Über Melanie Kirk-Mechtel (136 Artikel)
Diplom-Oecotrophologin mit Webaffinität, Fachjournalistin und PR-Redakteurin. Das Wörtchen "mela", das in Melanie steckt, heißt auf Italienisch übrigens "Apfel". Der grüne Apfel in meinem Header steht außerdem für meine beiden Kernthemen Ernährung & Nachhaltigkeit. Wenn Sie Unterstützung im Bereich Kommunikation benötigen, freue ich mich auf Ihre Nachricht!

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