Was passiert eigentlich auf einem Foodblogger-Event?

Ende Oktober war ich auf einem Foodblogger-Event in Sprockhövel. Eingeladen hatten die Food.Professionals, und zwar sowohl Blogger als auch einige ihrer Kunden, Vertreter von bekannten Unternehmen aus der Lebensmittelbranche. Wie ich den Tag erlebt habe und was so ein Event eigentlich für einen Sinn hat, will ich heute berichten.

Vorher möchte ich jedoch noch zeigen, was eigentlich ein Foodblogger ist und was er so macht.

Was macht eigentlich ein Foodblogger?

Wie schon zu erwarten, gibt es für den Begriff Foodblogger keine Definition, und Foodblogger sind auch ganz unterschiedlich. Aber alle eint die Leidenschaft für’s Kochen und für gutes Essen. Und darüber schreiben sie dann in ihrem Blog. Da ist es im Prinzip schon. Ich selbst hätte mich früher nie als Foodbloggerin bezeichnet. Aber schließlich dreht sich hier in meinem Blog fast alles um Lebensmittel und Ernährung, und ab und zu poste ich auch Rezepte – also bin ich natürlich auch eine Foodbloggerin ;-).

Stevan Paul, einer der bekanntesten Foodblogger Deutschlands, hat 2013 schon die Vorstellung eines Kochbuchs und einer App zum Anlass genommen, die Frage Was sind eigentlich Foodblogger? (>>nutriculinary.com) zu beantworten. Sehr nett zeigt Gabi Frankemölle von Langsam kocht besser anlässlich ihres zehnten Bloggeburtstags in einem YouTube-Trailer, wie das bei ihr so aussieht. Über 1.000 deutschsprachige Foodblogs sind auf rezeptebuch.com zusammengefasst (früher koestlichundkonsorten.de). Das Stöbern lohnt sich! Ich denke, diese Links reichen, um sich ein Bild von Foodbloggern zu machen. Jetzt aber zum Foodblogger-Event, bei dem ich vor kurzem selbst dabei sein durfte.

Foodblogger-Event bei den Food.Professionals in Sprockhövel

Die Food.Professionals wurden 1965 als Versuchsküche von Friederun Köhnen gegründet. Seither sind unzählige Food-Innovationen aus dem Unternehmen hervorgegangen. Auch heute noch, unter der Führung von Volker Köhnen, dem Sohn der Gründerin, werden neue Trends für die Lebensmittelbranche gesetzt. Hinzu kommen die Erstellung von Kochbüchern, Marketing-Beratung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Und seit neuestem auch Foodblogger-Events.

Mit der Versuchsküche, ausgestattet mit fünf Kochblöcken, war die perfekte Location für das Event bereits inhouse vorhanden. Dort fanden sich pünktlich um 10:00 Uhr die FoodbloggerInnen, Vertreter der Kunden-Unternehmen und natürlich einige MitarbeiterInnen der Food.Professionals ein. Es konnte noch nach Herzenslust gefrühstückt werden, bevor es nach der Vorstellung der Food Professionals Köhnen GmbH und einem interessanten Vortrag zum Thema Food-Trends ans Eingemachte ging: Jeder Blogger zog einen Zettel und wurde damit der entsprechenden Marke bzw. einem Kochblock zugelost. Es präsentierten sich Wiesenhof Privathof-Geflügel, Krüger (Capuccinopulver & Co.), Brandt (Zwieback – klar!), Lactalis mit den Marken Salakis, Galbani und Président, Henglein (frische Klöße, Gnocchi etc.) und die Firma iSi, mit deren Druckgas-Flaschen locker-leichte Espumas für die gehobene Küche hergestellt werden können (aber auch Schlagsahne). Dann galt es in den Teams, gemeinsam aus einer riesengroßen Auswahl an Lebensmitteln jeweils ein Gericht zu kreieren, das das jeweilige Markenprodukt in den Fokus rückte, und zwar servierfertig in 60 Minuten.

Die Ergebnisse aus drei Kochrunden

In insgesamt drei Durchgängen wurde gekocht, gebraten und gebacken, was das Zeug hielt. Angerichtet wurde in kleinen Probierschälchen – und die sahen wirklich alle sensationell aus. Natürlich fotografierten die Teilnehmer auch eifrig. Hier einige Bilder von mir:

Mit richtigem Licht und vor allem ordentlicher Kamera statt Smartphone wären die Fotos noch viel schöner geworden, aber das sieht doch so auch schon ganz nett aus, oder? Beim Foto- und Film-Duo, das das Event professionell begleitete, waren die Ergebnisse erwartungsgemäß um Klassen besser:

Wie die Gerichte geschmeckt haben, kann ich leider nicht vollumfänglich berichten. Nach der ersten Runde habe ich noch brav jedes Schälchen geleert, danach ging das aber nur noch stichprobenartig, obwohl die Portionen eigentlich übersichtlich waren. Das, was ich probiert habe, war jedenfalls köstlich. Noch beeindruckter als vom Geschmack war ich allerdings von der Kreativität und von der Hingabe der Kollegen und von der tollen Atmosphäre. Stevan Paul fasste das in seinem Foodblogger-Beitrag folgendermaßen zusammen:

Persönlich entdeckte ich an diesem Nachmittag weitere Gemeinsamkeiten, die viele FoodbloggerInnen verbindet: eine herzliche Freundlichkeit, Begeisterung für die gemeinsame Passion und eine unstillbare Neugier auf die Töpfe des Nachbarn.

Das kann ich nur unterschreiben. Jedenfalls hat mir der Tag sehr viel Spaß gemacht, und ich freue mich schon auf mein nächstes Foodblogger-Event!

Hier seht Ihr mich in Aktion:

Und was soll das Ganze?

Was bringt denn eigentlich so ein Foodblogger-Event?, mag sich der eine oder andere nun fragen. Für die Unternehmen ist die Kommunikation mit Bloggern eins von vielen Instrumenten im bunten Strauß ihrer Marketingmaßnahmen. Blogger Relations sind für immer mehr Firmen eine gute Möglichkeit, Nutzer und Publisher in Personalunion zu erreichen. Empfehlungen von Bloggern werden häufig als glaubwürdig eingestuft, und so können diese zu wichtigen Markenbotschaftern werden. Wer mehr darüber wissen möchte, dem empfehle ich den Beitrag von Falk Hedemann auf upload-magazin.de. In Blogger Relations: Eine Anleitung für Unternehmen erklärt er das Prinzip der Blogger Relations und gibt – wie der Titel schon verrät – Tipps, wie Unternehmen von der Kommunikation mit Bloggern profitieren können.

Wichtig dabei finde ich persönlich, dass niemand gezwungen wird, Lobgesänge über die Produkte zu veröffentlichen. Einzelne Bewertungen möchte ich an dieser Stelle auch nicht abgeben. Dafür kann ich aber sagen, dass alle Vertreter der Kunden super offen und herzlich waren, alle Fragen beantwortet und fleißig mitgeschnippelt haben. Besser kann auf dieser Ebene die Beziehung von Unternehmen zu Kunden/Bloggern wohl nicht sein. Ohne dafür bezahlt worden zu sein (oder vielleicht gerade deswegen?), nehme ich eine positive Einstellung zu vielen der verwendeten Produkte mit. Außerdem schöne Erinnerungen an den Tag und viele neue Kontakte. Hier alle Teilnehmer auf einen Blick:


Diese Blogger waren dabei (von A bis Z):

Dass ich diesen Beitrag aus freien Stücken geschrieben habe und auch Nennungen von Produkten, Marken und Unternehmen völlig freiwillig geschehen, versteht sich eigentlich von selbst, oder?

Vielen Dank für die tolle Organisation und die nette Begleitung an das Team der Food.Professionals!

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Über Melanie Kirk-Mechtel (157 Artikel)
Diplom-Oecotrophologin mit Webaffinität, Fachjournalistin und PR-Redakteurin. Das Wörtchen "mela", das in Melanie steckt, heißt auf Italienisch übrigens "Apfel". Der grüne Apfel in meinem Header steht außerdem für meine beiden Kernthemen Ernährung & Nachhaltigkeit. Wenn Sie Unterstützung im Bereich Kommunikation benötigen, freue ich mich auf Ihre Nachricht!

2 Kommentare zu Was passiert eigentlich auf einem Foodblogger-Event?

  1. Liebe Melanie
    ein schöner Bericht über einen sehr interessanten und schönen Tag. Ich persönlich fand die Ergebnisse die wir alle präsentiert haben wirklich lecker und es macht immer wieder Freude neue Foodblogger kennenzulernen.
    Liebe Grüße
    Jessi

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