Steckrübeneintopf – mein erster Versuch

Angeregt durch ein Gespräch mit meiner Kollegin Gabriela Freitag-Ziegler zu heimischem Wintergemüse auf der Fahrt zum Foodblogger-Treffen auf dem Biohof Bursch, habe ich bei nächster Gelegenheit einfach mal eine Steckrübe auf Verdacht gekauft. Lustig war das Gespräch zwischen zwei Kassiererinnen, die rätselten, welches Knöpfchen sie beim Wiegen drücken sollten (Nein, Sellerie ist es nicht ;-)). Ein paar Tage lag die Rübe im Gemüsefach des Kühlschranks, und dann sollte sie endlich verarbeitet werden. Aber zu was?

Passenderweise stellte Gabi ein Rezept für einen Steckrübeneintopf online, in ihrem Blogbeitrag zum TV-Dreh für die WDR Servicezeit, wo sie mitgewirkt hatte.  Da Mann und Tochter aber auf Kartoffeln bestanden, zog ich noch ein Rezept von Tim Mälzer auf brigitte.de hinzu und kreierte meinen ersten eigenen Steckrübeneintopf.

Zutaten:

  • eine Steckrübe (ca. 1 kg)
  • 700 g Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
  • 500 g Möhren
  • 2 Gemüsezwiebeln (oder 4 normale)
  • Rapsöl  (oder anderes Pflanzenöl)
  • eine Prise Zucker
  • Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz & Pfeffer
  • Weißweinessig (optional)

So geht’s:

Die Steckrübe längs halbieren, den Strunk herausschneiden und schälen. Dann erst in Scheiben und dann in Würfel schneiden.

Kartoffeln und Möhren schälen und waschen, ebenfalls in Würfel schneiden.

Die Zwiebeln schälen und würfeln, dann in einem großen Topf in heißem Öl glasig dünsten. Das Gemüse mit einer Prise Zucker dazu geben und kurz anschwitzen, dann mit einem Liter Gemüsebrühe ablöschen. Das Gemüse sollte gerade mit Flüssigkeit bedeckt sein. Dann das Lorbeerblatt zufügen und leise köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, eventuell mit einem Schuss Essig verfeinern (bei Linsensuppe liebe ich das!).

Die Steckrübe riecht schon beim Schneiden ähnlich wie Kohlrabi. Ihr Geschmack ist leicht süßlich und gleichzeitig kohlartig-aromatisch (durch Senfölglykoside, die auch in Kohl stecken). Ich war froh, dass Kartoffeln und Möhren das ganze ein wenig abmilderten, sodass es ein harmonischer Genuss für alle Familienmitglieder wurde.

Auf jeden Fall kann ich sagen, dass die Steckrübe nach den beiden Weltkriegen zu Unrecht ein Schattendasein führte. Probiert es doch mal aus – noch haben Steckrüben Saison!

So sieht sie übrigens aus, die Steckrübe:

Den Beitrag aus der WDR Servicezeit findet Ihr hier: Heimisches Gemüse – Fitmacher für den Winter

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Über Melanie Kirk-Mechtel (157 Artikel)
Diplom-Oecotrophologin mit Webaffinität, Fachjournalistin und PR-Redakteurin. Das Wörtchen "mela", das in Melanie steckt, heißt auf Italienisch übrigens "Apfel". Der grüne Apfel in meinem Header steht außerdem für meine beiden Kernthemen Ernährung & Nachhaltigkeit. Wenn Sie Unterstützung im Bereich Kommunikation benötigen, freue ich mich auf Ihre Nachricht!

2 Kommentare zu Steckrübeneintopf – mein erster Versuch

  1. Liebe Melanie, diese Steckrübensache geht ja jetzt so richtig rum. Ich find’s super. Gestern habe ich dann schließlich noch ein Steckrübencurry gekocht und damit u.a. einen Freund überzeugt, der eigentlich ein echter Steckrübenhasser ist. Ganz lieben Dank auch fürs Verlinken und viele Grüße von Gabi

    • Liebe Gabi, das Rezept für das Steckrübencurry musst Du mir unbedingt mal geben! Vielleicht koche ich das dann vor Saisonende auch noch nach. Gern geschehen, das Verlinken – und gerne auch jederzeit wieder ;-). Liebe Grüße von Melanie

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